Bei Tennisarm: Spritzen helfen wenig,
Krankengymnastik ist besser
(Marburg, 01.07.04)
Die Tennissaison läuft. Doch was für viele freudig beginnt, endet oft im
Frust: Zu viele Bälle geschlagen und schon schmerzt der Ellbogen. Meist wird
vom Orthopäden ein schnelles Spritzchen gesetzt, damit es weiter gehen kann.
Das hilft meist ganz gut, doch leider nicht sehr lange. Häufig kommen die
Schmerzen und Beschwerden wieder zurück. In einer Studie mit 185 Patienten
wurde deshalb untersucht, was am besten hilft: Spritzen mit kortisonähnlichen
Substanzen, Kortisontabletten, Krankengymnastik oder körperliche Schonung.
Fazit: Nach sechs Wochen waren die Symptome bei 92
Prozent der Spritzen-Patienten besser, mit Krankengymnastik ging es nur 47
Prozent besser. Aber: Bei den mit Kortison behandelten Patienten kamen die
Beschwerden oft wieder und nur 69 Prozent fühlten sich wohl. Bei den Patienten
hingegen, die eine physiotherapeutische Praxis zum vorübergehenden Center
Court gemacht hatten, ging es 91 Prozent immer noch ganz gut.
Unser Rat: Wählen Sie den dauerhaften Weg
und gehen Sie zur Krankengymnastin.
Quelle:
http://www.dgk.de/web/dgk_content/de/f4f4fc10795b712fc1256ec40044bbb9.htm
Nynke Smidt et al.: Corticosteroid injections,
physiotherapy, or a wait-and-see policy for lateral epicondylitis: a
randomised controlled trial, Lancet Vol. 359, Issue 9307: 657, 2002
Links:
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